Dieses Jahr habe ich mit vielen anderen Mitschüler*innen der 8. Klasse am deutsch-französischen Austauschprogramm teilgenommen. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich das wirklich machen möchte, da ich einer der schlechtesten Französischlerner meiner Stufe war. Doch im Nachhinein hat es sich wirklich gelohnt!
Wir haben uns bereits Monate vor dem Austausch als Gruppe getroffen und ich konnte sehen, mit wem ich nach Caen reisen würde. In diesen Treffen haben wir uns über Caen informiert und uns auf den ersten Teil des Austauschs vorbereitet. In diesem Teil kommen französische Schüler, von denen wir bereits im Vorhinein ihre Bewerbungen erhalten haben, zu uns, damit wir einen ersten Eindruck voneinander bekommen können.
Mein Austauschpartner hat sehr gut zu mir gepasst und es wurde sich große Mühe gegeben, die passenden Partner zu finden. Eine Woche lang haben wir gemeinsam mit den Franzosen Aktivitäten unternommen, um ihnen das Leben in Deutschland näherzubringen. Während dieser Zeit habe ich meinen Austauschpartner besser kennengelernt und wir haben immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckt.
Doch nach einer Woche mussten sie wieder abreisen. Danach verging einige Zeit und ich habe ehrlich gesagt ein wenig vergessen, dass der Austausch noch nicht zu Ende war. Dann begannen wir jedoch wieder, uns regelmäßiger zu treffen und uns auf den zweiten Teil des Austauschs vorzubereiten. In diesem Teil reisen wir nämlich zu unseren Partnern nach Caen.
Ich habe mich sehr gefreut, als der Tag endlich kam. Also sind wir mit dem Zug nach Caen gereist und haben zum ersten Mal gesehen, wo unsere Partner leben. Die ersten Tage war ich etwas unzufrieden, da mein Partner weniger Platz zur Verfügung hatte, als ich es von zu Hause gewohnt war. Doch mit der Zeit habe ich mich immer mehr daran gewöhnt.
Die deutsch-französische Gruppe ist während dieser Zeit noch enger zusammengewachsen und ich habe mit Menschen gesprochen, mit denen ich vorher niemals gesprochen hätte – sowohl in der französischen als auch in der deutschen Gruppe. Uns wurde der Schulalltag der Kinder in Caen gezeigt und gemeinsam haben wir die Stadt erkundet.
Dann war auch schon Wochenende. Wir hatten bereits vorher geplant, dass wir am Samstag in den Freizeitpark Festyland gehen und am Sonntag ans Meer fahren würden. Im Freizeitpark haben wir sogar spontan einige Mitglieder unserer Gruppe getroffen und gemeinsam eine schöne Zeit verbracht. Leider war es am Sonntag zu kalt, um wirklich im Meer schwimmen zu gehen.
In der darauffolgenden Woche haben wir weiter an Kurzfilmen gearbeitet, in denen wir zeigen, was wir mögen beziehungsweise hassen. Mit diesen Projekten hatten wir bereits in Deutschland begonnen, aber erst in Frankreich mit den Dreharbeiten angefangen. Natürlich haben wir jedoch nicht nur an den Projekten gearbeitet. Jeden Tag haben wir Tagesausflüge in wunderschöne Gegenden unternommen, die wir gemeinsam als Gruppe erkundet haben. Wir sind zum Beispiel durch das Watt zum Mont Saint-Michel gelaufen oder haben uns Deauville angeschaut. Das war wirklich eine tolle Zeit.
Doch jede schöne Zeit geht leider irgendwann zu Ende, weshalb wir nach dieser großartigen Woche wieder abreisen mussten. Die Freundschaft besteht jedoch immer noch und ich habe weiterhin Kontakt zu meinem Austauschpartner.
Alles in allem fand ich den Austausch unglaublich. Es ist einfach toll, eine Sprache besser kennenzulernen, seine eigenen Fähigkeiten zu testen und dabei als Gruppe zusammenzuwachsen. Egal, wie oft ich die Chance hätte – ich würde diesen Austausch jedes Mal wieder machen.

